Rettung vom 08. Mai 2026

 90 gerettete Seelen, zwei Notfälle und ganz viel Herzblut: Unsere Rettungsaktion vom 08. Mai 2026


Manchmal verändert ein einzelner Tag alles – für uns, aber vor allem für 90 gefiederte Lebewesen, die dem sicheren Tod knapp von der Schippe gesprungen sind. Am 08. Mai 2026 durften wir 90 Hennen aus einer Freilandhaltung retten, die bereits für den nächsten Tag zur Schlachtung vorgesehen waren. Dank eurer Unterstützung und unserem unermüdlichen Team haben diese Mädels nun eine echte Zukunft.

Doch so viel Freude dieser Tag auch brachte, er zeigte uns einmal mehr, wie bitterernst und verlustreich die Kehrseite der Hühnerrettung ist.


Das Auto ist vorbereitet... auf geht's!

Ankunft, Adoptionsglück und große Sorgen

Es war ein bewegender Tag: Viele liebevolle Adoptanten kamen zu unserem Treffpunkt, um ihre neuen gefiederten Familienmitglieder in Empfang zu nehmen und ihnen ein artgerechtes, sicheres Zuhause zu schenken.

Abszess

Doch unter den 90 Hennen befanden sich zwei akute medizinische Notfälle, die uns sofort alles abverlangten:

  • Eine Henne litt an schwerem Bauchwasser (Aszites) und hatte dadurch akute Atemnot.

  • Eine andere Henne kämpfte mit einem schmerzhaften Abszess in der Schnabelschleimhaut.

  • Hinzu kamen zahlreiche Hennen mit kleineren Verletzungen und schmerzhaften Ballenabszessen.



Soforthilfe vom Tierarzt

800 ml Bauchwasser
Für die beiden Notfälle hieß es: Keine Sekunde verlieren. Beide Hennen wurden umgehend und intensiv von unserer Tierärztin versorgt. Bei der Henne mit dem Bauchwasser wurden unfassbare 800 ml Flüssigkeit abpunktiert – eine sofortige Erleichterung, sodass sie endlich wieder tief durchatmen konnte. 

Auch der Abszess in der Schnabelhöhle wurde noch vor Ort fachmännisch geöffnet und versorgt.










Wenn das Herz größer ist als das Portemonnaie

Solche dramatischen Notfälle und die damit verbundenen Behandlungen gehen unglaublich ins Geld. Nach jeder Rettung sind unsere Reserven restlos aufgebraucht. Um den laufenden medizinischen Bedarf und die lebenslange Pflege dieser Hennen zu sichern, greifen wir immer wieder tief in unsere eigenen Ersparnisse.

Besonders chronische Fälle wie das Bauchwasser bedeuten eine immense finanzielle und organisatorische Last:

  • Die Henne muss intensiv tierärztlich versorgt werden: zunächst die Punktion unter Ultraschall, die antibiotische Versorgung

  • Ihr Legeapparat ist so zerstört, verklebt oder entzündet, dass an normales Eierlegen nicht zu denken ist – das würde ihr Leben gefährden.

  • Deshalb benötigt sie regelmäßig einen Kastrationschip, der im Abstand von 2 bis 3 Monaten erneuert werden muss.

  • Allein das Setzen eines solchen Chips kostet ca. 215,00 € – eine medizinische Notwendigkeit, ohne die sie nicht überleben kann.

Danke, dass ihr an unserer Seite steht!

Trotz all der Sorgen, der Anstrengung und der finanziellen Hürden bereuen wir keine Sekunde. Wenn man sieht, wie diese Tiere das erste Mal weiche Erde unter den Krallen spüren und ins Leben zurückkehren, weiß man, warum wir das tun.

Wenn ihr unsere Arbeit und speziell die laufenden Tierarzt- und Behandlungskosten für unsere Notfälle unterstützen möchtet, freuen wir uns über jeden Euro, jede geteilte Nachricht oder Hilfe in unserem Netzwerk.

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass wir auch zukünftig so viele Hennen, wie möglich retten können, die unbeschwerte Leben führen können, das sie so sehr verdienen.

Euer Team der Hühnerrettung 🐔❤️


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